Die Heldenorgel

 

Erleben Sie täglich um 12:00 Uhr das einmalige Konzert der Heldenorgel, die mit ihren 4.948 Pfeifen die größte Freiorgel der Welt ist und deren Klänge weit über die Stadt Kufstein hinaus zu hören sind. In den Monaten Juli und August findet das Heldenorgelkonzert zusätzlich auch um 18:00 Uhr statt. Während des Konzertes ist die Panoramabahn Kaiser Maximilian nicht in Betrieb. Das Heldenorgelkonzert ist im Eintrittsentgelt der Festung Kufstein inkludiert. Beim Kauf einer Eintrittskarte für das Heldenorgelkonzert wird die Konzertkarte bei Kauf einer Eintrittskarte in das Festungsareal refundiert. Die Regelung ist nur am selben Tag gültig.

Bedeutende Geschichte

Die Pfeifen dieser größten Freiorgel der Welt sind seit dem Jahr 1931 im Bürgerturm  der Festung Kufstein untergebracht. Das Orgelwerk war ursprünglich zweimanualig mit 26 Registern und 1.813  Pfeifen ausgestattet. Im Jahre 1971 wurde das tönende Mahnmal saniert, dabei wurde der Klangkörper auf  vier Manuale mit 46 klingenden Registern auf 4.307 erweitert. Im Jahr 2009 wurde die Orgel einer  Generalsanierung und technischen Modernisierung unterzogen und auf nunmehr 65 Register und 4948 Pfeifen erweitert. Eine bemerkenswerte Besonderheit stellt das eingebaute Glockenspiel mit 18 Röhrenglocken dar. Der Spieltisch der Orgel befindet sich im Festungsneuhof.

 

Weit über die Grenzen Kufsteins hörbar

Durch die günstige Anbringung des Pfeifenwerkes unter dem Dach des Bürgerturmes und den immens hohen Winddruck ist diese Orgel ungewöhnlich weit in Richtung Nord-Ost zu hören. Je nach Windverhältnissen ist das „volle Werk“ bis zu 10 Kilometer in das benachbarte Bayern aber auch bis zu den Gipfeln des „Wilden Kaisers“ hörbar. Der akustisch günstigste Platz mit der ausgewogensten Klangbalance ist der Zuhörerraum im Festungsneuhof.

Klimatische Besonderheiten

Als Freiorgel ist dieses Instrument besonders großen klimatischen Gegensätzen in Bezug auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, was natürlich die Stimmung der Pfeifen erheblich beeinflusst. Die Übertragung vom Spieltisch im Festungsneuhof zum Pfeifenwerk funktioniert auf elektrischem Wege mit Hilfe modernster Technologie. Spieltisch und Klangkörper sind durch ein zirka 100 Meter langes Glasfaserkabel verbunden. Der Orgelton ist allerdings ohne jede elektronische Verstärkung zu hören.

Klimatische Besonderheiten

Der Winddruck ist aber ungefähr zehnmal so hoch wie bei einer Kirchenorgel. Da der Spieltisch im Festungsneuhof steht, ergeben sich für die Organisten große Schwierigkeiten für das Spiel. Zum einen ist es die große Tonverzögerung von einer Drittelsekunde infolge der Trägheit des Schalls, zum anderen ist es aus verständlichen Gründen nicht möglich,auf dieser Orgel zu üben. Ursprünglich zum Gedenken der Opfer des 1. Weltkrieges errichtet, wird beim täglichen Spiel der Opfer aller Kriege gedacht. Mit dem zum Abschluss eines jeden Spieles erklingenden Liedes vom „Guten Kameraden“ wird sie im Besonderen ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht - einer klingenden und lebendigen Gedenkstätte. Seit März 2009 ist Johannes Berger Organist und Kustos der Heldenorgel.

 

Heldenorgel CD

 

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