Kaiser Maximilian und die Festung Kufstein

Die Geschichte der Festung Kufstein ist untrennbar mit einem Namen verbunden, Kaiser Maximilian I. Der Habsburger Herrscher konnte die Wehranlage 1504 von den Bayern erobern. Der bayerische Festungskommandant Hans von Pinzenau wollte die Burg aber nicht so einfach dem Kaiser überlassen. Maximilian nahm die Belagerung auf und konnte die Festung mit den damals zwei stärksten Kanonen des Reichs – Purlepaus und Weckauf - sturmreif schießen. Im Anschluss an die Eroberung ließ Maximilian die Burg zur imposanten Festungsanlage ausbauen. Die Ausstellung im Artillerie-Laboratorium zeichnet den ereignisreichen Zeitabschnitt in einer detailreichen Darstellung der Geschehnisse nach.

Folter - Gerichtsbarkeit und Strafvollzug im Mittelalter

Strafvollzug im Mittelalter war unvorstellbar grausam und mitleidslos. Die Urteile waren mit unheimlichen Qualen verbunden und wurden von der Obrigkeit zudem oftmals als öffentliche Spektakel inszeniert. Die neue Ausstellung „Gerichtsbarkeit und Strafvollzug im Mittelalter“ dokumentiert das düstere Kapitel mittelalterlicher Geschichte, von der Anklage bis zur Urteilsvollstreckung. Die neue Ausstellung ist im ehemaligen Kriegspulvermagazin sowie dem Gewölbe der Carolibastion untergebracht. 

Stille Nacht, Heilige Nacht - der Kufsteiner Mohr

Im Fuchsturm erleben Sie im Rahmen der Sonderausstellung "Stille Nacht - Heilige Nacht, der Kufsteiner Mohr" eine historische Spurensuche nach dem ehemaligen Kufsteiner Pfarrer und Künstler Josef Mühlbacher und der abenteuerlichen Geschichte seiner „Josef Mohr-Skulptur“. Das Kunstwerk wurde zu Ehren Josef Mohrs erschaffen, dessen Gedicht als Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht weltweite Berühmtheit erlangte. Der ehemalige Pfarrer in Kufstein Zell gilt zudem als Schöpfer des Franz Xaver Gruber - Josef Mohr-Denkmals in Oberndorf bei Salzburg. Josef Mohr war Textgeber für Stille Nacht, Franz Xaver Gruber komponierte die Melodie zum weltbekannten Weihnachtslied.